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Verlegung von 9 Stolpersteinen in Emmerich durch Schüler und Schülerinnen der

Hanse-Realschule Emmerich am Rhein

 

Die Idee der Stolpersteine zum Gedenken der ermordeten Juden im Holocaust durch das Nationalsozialistische Deutschland stammt von dem Kölner Künstler Gunter Demnig.

Auf seiner Internetseite (www.stolpersteine.com) kann man lesen: „Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbst gewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen liegen STOLPERSTEINE in über 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas.“

Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten.

Auf den Steinen steht geschrieben: 

HIER WOHNTE... Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch."

„Im März 2010 hat die Emmericher Bürgeraktion „Pro Kultur“ das Projekt „Stolpersteine für Emmerich“ auf den Weg gebracht. In das Straßenpflaster eingebrachte Gedenksteine sollen dort, wo sie früher gewohnt haben, an die aus Emmerich stammenden Juden erinnern, die von den Nationalsozialisten vertrieben oder ermordet worden sind. Im Rahmen dieser Aktion sind auch Lesungen, Ausstellungen und Aktivitäten mit den Schulen und Kirchengemeinden geplant.“ (nach Dr. J. H. Schneider)

Unter der Leitung von Frau I. Möllenbeck lud diese Emmericher Bürgeraktion im Herbst 2010 alle sozialen Verbände und Organisationen aus Emmerich sowie Vertreter aller Emmericher Schulen ein. Wissenschaftliche Grundlage für Namen der ermordeten Juden sowie ihre Wohnorte in Emmerich vor ihrer Ermordung war die grundlegende Arbeit des Heimatforschers Herbert Schüürmann „Juden in Emmerich“. [BROCKE MICHAEL; PELZER CLÄRE; SCHÜÜRMANN HERBERT: Juden in Emmerich. Emmerich, Vlg. des Emmericher Geschichtsvereins 1993. 4°. 546 S.. Emmericher Forschungen Bd. 12.] 

An diesen vorbereitenden Sitzungen nahmen seitens der Hanse-Realschule die damalige Schulleiterin Frau B.Schulze-van der Wal sowie der Geschichts- und Techniklehrer Herr M.Wieczorek teil. In diesen Sitzungen wurden die Beteiligungen der Schulen an der Aktion Stolpersteine geplant. Die teilnehmenden Schulen sollten gemäß ihrer Möglichkeiten unterschiedliche Beiträge leisten. Für die Gedenkfeier am 25.Feb.2011 im PAN-Museum übten die Schülerinnen der Hanse-Realschule Johanna Peters, Michaela van Halteren, Jessica Hoogveld sowie Pia Wichmann, gemeinsam mit Schülern der anderen Schulen, das besondere Vortragen der Namen der ermordeten, jüdischen Menschen aus Emmerich. Nach der Idee des Herrn Dr.J.H.Schneider lernten die Schüler die besondere Verlesung der Namen nach dem Vorbild der Israelischen Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Diese Form der Verlesung der Namen machte auf der Gedenkfeier einen tiefen Eindruck auf die geladenen Gäste.

Hinsichtlich der weiteren Beteiligung von Schülern an dem Projekt Stolpersteine initiierte Herr M.Wieczorek den Vorschlag, einige Steine durch Schüler und Schülerinnen selbst verlegen zu lassen.

Da Herr M.Wieczorek über die notwendige Fachkunde verfügte, erwirkte Frau I.Möllenbeck beim Künstler Herrn Demnig die ausdrückliche Ausnahme, dass er bestimmte Steine in Emmerich nicht selbst verlege.

Mit Hilfe des Leiters des Tiefbauamtes Herr Schaffeld konnten dann die Schüler und Schülerinnen des 9er und 10er Technikkurses an zwei Tagen insgesamt 9 Stolpersteine an der Baustraße, am Nonnenplatz sowie an der Steinstraße verlegen.

Da Herr M.Wieczorek über die notwendige Fachkunde verfügte, erwirkte Frau I.Möllenbeck beim Künstler Herrn Demnig die ausdrückliche Ausnahme, dass er bestimmte Steine in Emmerich nicht selbst verlege.

Mit Hilfe des Leiters des Tiefbauamtes Herr Schaffeld konnten dann die Schüler und Schülerinnen des 9er und 10er Technikkurses an zwei Tagen insgesamt 9 Stolpersteine an der Baustraße, am Nonnenplatz sowie an der Steinstraße verlegen.

Während der Verlegung der Steine für die Familie Lilienfeld an der Steinstraße 8 waren Verwandte der Ermordeten anwesend.

Folgende Gedenksteine wurden von den Schülern und Schülerinnen der Technikkurse verlegt:

an der Baustraße 48 für Lisette Nathan und Isaak Nathan

am Nonnenplatz 7 für Bertha Nathan und Siegfried Nathan

an der Steinstraße 1 für Hedwig Rosa Gompertz

an der Steinstraße 4 für Bertha Albersheim

an der Steinstraße 8 für Martha Lilienfeld sowie Eva Berta Lilienfeld und Siegmund Lilienfeld

    Nach der o. g. Verlegung der Stolpersteine durch Schüler nahm das Tiefbauamt der Stadt Emmerich diese Verlegung im öffentlichen Raum als fachgerecht ab.

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